„Kohärenz und Umbrüche“

WIN-Tagung 2021
Tagung des WIN-Kollegs am 28./29.10.2021

Am 28. und 29. Oktober 2021 veranstaltete das WIN-Kolleg die interdisziplinäre Tagung „Kohärenz und Umbrüche“, die von einem linguistischen Rahmenprogramm zu Wissenschaftstheorie und Kommunikation begleitet wurde. Die Tagung fand in hybrider Form im Hörsaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie digital via Zoom statt.

An den beiden Tagungsvormittagen haben die WIN-Kollegiat:innen Fokusvorträge aus ihren Forschungsprojekten dem interdisziplinären Plenum vorgestellt. Ihre Forschung geht den übergeordneten Fragestellungen des 7. Teilprogramms (Wie entscheiden Kollektive?) und des 8. Teilprogramms (Stabil - Instabil: Schlüssel zum Verständnis von Umbrüchen) nach. Es waren entsprechend der Besetzung im WIN-Kolleg ca. 17 wissenschaftliche Disziplinen vertreten. Die anschließenden Diskussionen waren sowohl inhaltlich als auch methodisch eine Bereicherung für die Kollegiat:innen sowie das Plenum, bestehend aus Akademiemitgliedern und Gästen aus der Öffentlichkeit.

Am Donnerstagnachmittag wurde das Thema der Inter- und Transdisziplinarität vor einem wissenschaftstheoretischen Hintergrund diskutiert. Die Diskussion wurde von Eva-Maria Jung und Thomas Metten eingeleitet anhand der Fragestellungen, was Inter- und Transdisziplinarität bedeutet, warum und wie inter- und transdisziplinär geforscht werden soll. Zentral war dabei auch, wie inter- und transdisziplinär kommuniziert werden kann. Diese Fragen wurden vom WIN-Kolleg angeregt diskutiert und mit Blick auf die eigene Forschung betrachtet. Am Donnerstagabend hielt Heiko Hamann einen inspirierenden Vortrag über das Thema „Gemeinsam erfolgreich: Wie können Schwärme effizient entscheiden und wann werden Gruppen zu groß?“

Am Freitagnachmittag wurde das Thema der Kommunikation im interdisziplinären Wissenschaftskontext weiter vertieft und reflektiert. Die Präsentation einer linguistischen Liveanalyse von Maria Becker, Michael Bender, Katharina Jacob und Vasco Schmidt führte die Teilnehmer:innen zu einem spannenden Dialog über die Nutzung von Sprache im interdisziplinären Kontext. Geleitet wurde der Dialog von Ekkehard Felder und Marcus Müller, die mit präzisen Fragen immer neue Punkte zur Diskussion brachten.