Zwischen Tempel und Tierfriedhof – Altägyptische Krokodilgötter-Kulte

 Darstellung der Gottheit Sobek
Vortragsreihe "WIR FORSCHEN. FÜR SIE."

1. Juni 2022

Hybridveranstaltung

Ort: Hörsaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und digital via ZOOM

Beginn: 18:15 Uhr

Vortrag: Prof. Dr. Holger Kockelmann (Leipzig)

Hinweis: Die Teilnahme in Präsenz ist unter Einhaltung der aktuellen CoronaVO mit Anmeldung möglich.

Zum Vortrag

Sobek zählt zweifelsfrei zu den charakteristischsten und am längsten belegten ägyptischen Gottheiten. Seinem Krokodilwesen nach steht er in besonders enger Beziehung zur Sphäre des Wassers, ein Merkmal, aus dem sich viele seiner theologischen Aspekte ableiten: solarer Ur- und Schöpfergott, Spender von Fruchtbarkeit, Garant von Regeneration. Der Vortrag stellt die zentralen Elemente und Entwicklungen der Sobek-Theologie vor, mit einem Überblick zur Kulttopographie des Gottes und seiner zahlreichen Lokalformen. Wie sich zeigen wird, ist „Sobek als Träger der Verjüngung“ ein Kernthema, das überall in den Sobek-Kultorten begegnet und überregional vergleichbare Spuren in den materiellen Zeugnissen der Kulte hinterlassen hat. Besonderes Augenmerk liegt auf der rituellen Praxis in den Sobek-Heiligtümern, vor allem auf der Frage, welche Rolle dort der Tierkult mit lebenden Krokodilen und Krokodilmumien spielte.

Prof. Dr. Holger Kockelmann studierte Ägyptologie, Papyrologie und Klassische Archäologie an den Universitäten Trier, Oxford und Bonn. Von 2010 bis 2020 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle „Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens“ (Tübingen); seit 2020 ist er Professor für Ägyptologie an der Universität Leipzig.

 

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