Bibliotheca Arabica - Von Menschen und ihren Büchern

Handschrift Arabica
"WIR FORSCHEN. FÜR SIE." [Teil 4]

22. Juli 2020

Vortrag: Prof. Dr. Verena Klemm (Leipzig)

Ort: Vortragssaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Beginn: 18:15

 

Die arabische Literatur ist an Umfang und Inhalt eine der reichsten der Weltliteratur. Dennoch wurde ihre Geschichte lange Zeit als steter Niedergang gewertet, der auf eine klassische Blütezeit zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert gefolgt sei. Nutzt man die Manuskripte als Quelle, erfahren wir nicht nur von Autoren und Werken, sondern, dank zahlreicher kleiner Notizen, von ihren Besitzern und Lesern, von verschwundenen Bibliotheken, von Gelehrten, die Literatur kommentiert und über Zeiten und Räume hinweg überliefert haben. Somit tritt nicht etwa ein „Niedergang“, sondern eine lebhafte literarische Kultur zutage, die auch die mittleren Schichten erreichte.

Vor dem Hintergrund des bedrohten kulturellen Erbes der arabischen Welt sammelt und erschließt das Projekt „Bibliotheca Arabica“ Informationen aus Handschriften, die weltweit in Sammlungen aufbewahrt sind. Als authentische Zeugen berichten sie aus einer Lebenswelt, in der Literatur in großem Maßstab geschaffen, kopiert und rezipiert wurde.

Zur Person: Prof. Dr. Verena Klemm ist Professorin für Arabistik und Islamwissenschaft am Orientalischen Institut der Universität Leipzig. Sie leitet das Projekt „Bibliotheca Arabica – Neue Geschichte der arabischen Literatur“, das 2018 an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften in Leipzig im Rahmen des Akademienprogramms gestartet ist.

 

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