Karl-Freudenberg-Preis

Preisträger 2020

 

Exposito-Alonso

Dieses Jahr wird Dr. Moises Exposito-Alonso für seine Arbeiten zur molekularen Entwicklungs- und Evolutionsbiologie ausgezeichnet. Er untersuchte auf breiter Basis anhand der Pflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana), ob und wie gut Pflanzen sich an die Veränderungen des Weltklimas und an andere rapide Umweltveränderungen anpassen können. Sein Ziel war zu verstehen, wie Selektion und Anpassung in der Natur funktionieren. Um zu seinen bahnbrechenden Ergebnissen zu gelangen, arbeitete er einerseits aus der Perspektive der Populations­genomik und andererseits mit Feldversuchen in Deutschland und Spanien. Exposito-Alonso wurde 2018 am Max-Planck-Institut für Entwicklungs­biologie in Tübingen promoviert. Seine Dissertation wurde bei Nature unter dem Titel „Natural selection on the Arabidopsis thaliana genome in present and future climates“ veröffentlicht. In diesem Jahr wurde er in die weltweit geführte Forbes-Liste „30 under 30“ im Bereich „Science & Healthcare“ aufgenommen. Er ist derzeit Nachwuchsgruppenleiter am Department of Plant Biology bei der Carnegie Institution for Science in Stanford. 

Die bisherigen Preisträger finden Sie hier.

Wer hat den Preis gestiftet?

Der Karl-Freudenberg-Preis wurde 1986 aus Anlass des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Karl Freudenberg von der Weinheimer Firma Freudenberg zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Baden-Württemberg gestiftet.

Für wen und für was?

Prämiert werden wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der Naturwissenschaften - insbesondere aus Chemie und Biologie. Die Forscherinnen und Forscher sollten nicht älter als 35 Jahre sein. Die vorgeschlagenen Arbeiten sollen in den jeweils vergangenen zwei Jahren publiziert oder zur Publikation eingereicht worden sein. Sind mehrere Autoren an der ausgezeichneten Arbeit maßgeblich beteiligt, dann kann der Preis diesen zu gleichen Teilen zugesprochen werden.

Wer darf vorschlagen?

  • die ordentlichen Mitglieder der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse
  • alle Hochschullehrer in Baden-Württemberg
  • Institutsleiter außeruniversitärer Forschungsinstitutionen Baden-Württembergs
  • Eigenbewerbungen sind ausgeschlossen

Dotierung

Jährlich verliehener Preis von 10.000 €.

Einzureichende Unterlagen

Nominierungsschreiben, Lebenslauf und Publikationsliste des oder der Nominierten, zu prämierende Arbeit. Bei elektronischer Einreichung bitte als eine PDF-Datei versenden.